800. Jahrestag von Kossenblatt

1208 - 2008 

Die erste urkundliche Erwähnung von Kossenblatt stammt aus dem Jahr 1208.

Kossenblatt ein kleiner verschlafener Ort in der Mark Brandenburg am Rande des Unterspreewald mit 520 Einwohnern, umgeben von einer unberührten Natur mit vielen Seen und Wäldern.

besondere Sehenswürdigkeiten :

Schloss Kossenblatt

In älteren Beschreibungen wird behauptet, dass dieses Schloss einer der schönsten Herrensitze in der Provinz Brandenburg war. Noch heute ist man von dem imposanten Bau, seinen klaren äußeren Linien, dem wuchtigen Portal und der - wie das ganze Schloss - unter Denkmalschutz stehenden breiten Treppe ins Obergeschoss beeindruckt. (Grundriss und Bauplan befinden sich im Märkischen Museum zu Berlin.)

Es verdankt seine Entstehung dem Reichsgrafen Albrecht von Barfuss, der Kanzler in Preußen und Generalfeldmarschall des Großen Kurfürsten war, und den Besitz 1700 erwarb.

Von 1702 bis 1712 wurde das Schloss nach den Entwürfen des holländischen Baumeisters Van Spieren aus Harlem errichtet. (Leider verstarb er bereits 1704, so dass er die Fertigstellung seines Schlosses nicht mehr erleben durfte.)

Nach dem Tod seiner Gemahlin - einer geb. Gräfin von Dönhoff - ging das Schloss durch Erbfolge auf den jüngsten Sohn über. Von diesem erwarb König Friedrich Wilhelm l. den Besitz. Nach der Kirchenchronik zahlte das Haus Hohenzollern dafür " 132.000 preußische Taler", womit Graf Barfuss allerdings nicht einverstanden war. Er hatte eine weit höhere Summe gefordert. Der König nahm ihn jedoch beim Wort, bestand auf der Verkaufsabsicht und ließ das Besitztum schätzen. Er wohnte auch längere Zeit im Schloss und hat dort 40 Bilder gemalt, die jetzt im Jagdschloss Königs-Wusterhausen zu besichtigen sind. Er soll dort auch seine Gicht gepflegt haben, was bei der Insellage - aus heutiger Sicht - kaum sinnvoll erscheint.

Das Schloss wurde später zum Witwensitz einer Prinzessin von Preußen bestimmt. Es konnte auch nach dem 2. Weltkrieg in einem guten baulichen Zustand gehalten werden.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Dorfkirche und das Rittergut.

(Ortschronist Eberhard Paschke führt durch das Dorf und dessen Geschichte)